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Read Ebook: Le mari de madame de Solange by Souvestre Mile Super O B Ovando Byron Editor

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Ebook has 21 lines and 2110 words, and 1 pages

Mitteilungen aus dem germanischen Nationalmuseum.

Jahrgang 1896.

N?rnberg, 1896. Verlagseigentum des germanischen Museums.

Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum herausgegeben vom Directorium.

JAHRGANG 1896.

MIT ABBILDUNGEN.

N?RNBERG, 1896. VERLAGSEIGENTUM DES GERMANISCHEN MUSEUMS.

Register zum Jahrgang 1896 der Mitteilungen aus dem germanischen Nationalmuseum.

Ein vergessener Sch?ler Albrecht D?rers.

In der Gem?ldegallerie des Germanischen Nationalmuseums befindet sich unter Nr. 273 ein Bildnisdiptychon, das, wie aus dem r?ckseits angebrachten Familienwappen zu entnehmen ist, den N?rnberger B?rger Hans Straub und seine Gattin Barbara Pirkheimer darstellt.

Die Straube waren eine Kaufmannsfamilie, deren Ahnherr Bernhard Straub im Jahre 1495 in N?rnberg das B?rgerrecht erwarb und sp?ter Genannter des gr?sseren Rats wurde, womit seine Familie in den Kreis der N?rnberger ehrbaren Geschlechter eintrat. Einer seiner S?hne, der obengenannte Hans Straub verm?hlte sich am 8. Februar 1518 mit Barbara, der j?ngsten Tochter des N?rnberger Staatsmanns und Gelehrten Wilibald Pirkheimer und dessen Gemahlin Crescentia Rieter. Die Pirkheimer f?hrten eine Birke, die Rieter ein Meerweib im Wappenschilde. In der goldenen Halskette, mit der Barbara auf dem Bildnis geschm?ckt ist, wechseln diese Wappenfiguren mit einander ab; die Kette war also sicher ein Familienerbst?ck, das Barbara aus dem Nachlasse ihrer verstorbenen Mutter zugefallen war.

Wie die Aufschriften des Diptychons besagen, wurde es im Jahre 1525 gemalt. Das Monogramm des K?nstlers fehlt. Die Portr?ts r?hren aber zweifellos von einem Maler her, der sich an D?rer gebildet hatte; sie wurden daher der Schule D?rers und insbesonders dem Maler Georg Pentz zugewiesen.

Von bekannten N?rnberger Malern aus D?rers Schule k?men ausser Pentz noch die beiden Br?der Hans Sebald und Barthel Beham in Frage; allein im Jahre 1525, wo die Bildnisse entstanden sind, k?nnen die drei Maler ?berhaupt nur verschwindend kurze Zeit in N?rnberg th?tig gewesen sein. Im Winter 1524 auf 1525 hatte es der N?rnberger Rat mit einer gefahrdrohenden Bewegung religi?ser und sozialistischer Natur zu thun. Unter den Aufwieglern befanden sich auch Pentz und die beiden Beham, die sogenannten >>drei gottlosen Maler<<. Sie wurden Anfang Januar 1525 gef?nglich eingezogen und dann zur Strafe aus der Stadt gewiesen. Die Verbannung wurde wahrscheinlich in der ?blichen Weise gegen sie ausgesprochen, dass sie nur in einer Entfernung von einer bestimmten Anzahl Meilen sich niederlassen durften. Nachdem die drei Maler hierauf wiederholt vergebens um Erlass der Strafe gebeten hatten, wurde zun?chst dem Maler Pentz vom N?rnberger Rate gestattet, in der Stadt Windsheim, die von N?rnberg zw?lf Stunden entfernt ist, seinen Wohnsitz zu nehmen. Schliesslich aber erhielten alle drei Maler auf F?rbitte Melchior Pfinzings, des Probstes von St. Sebald, Verzeihung: es wurde ihnen durch Ratsbeschluss vom 16. November 1525 erlaubt, wieder zur?ckzukehren. Hiernach k?nnen also die Maler kaum vor dem 19. oder 20. November nach N?rnberg zur?ckgekommen sein; und da nach damaliger Rechnung das Kalenderjahr mit dem 24. Dezember abschloss so ist es an sich schon wenig wahrscheinlich, dass gerade in dieser kurzen Zeit am Ende des Jahres 1525 beide Portr?ts von der Hand eines dieser Maler geschaffen sind.

Doch noch ein weiterer Umstand spricht gegen die Autorschaft eines der genannten drei Maler: weder bei Pentz, noch den beiden Beham lassen sich irgendwelche Beziehungen zu der Familie Straub oder Pirkheimer feststellen.

>>Albrecht Durers Knecht Jergen, der sein Mayd zur Ehe genommen, um 2 Guldin Werung zu Burger auffnemen.

H. Volkamer.<<

Unter diesem Knechte wurde bisher Georg Pentz verstanden. Pentz aber hatte bereits am 8. August 1523 und zwar gegen eine Aufnahmegeb?hr von vier Gulden in N?rnberg das B?rgerrecht erworben, und seine Frau hiess Margareta, w?hrend doch D?rers Magd, wie bekannt, den Vornamen Susanna f?hrte. Demnach kann Pentz unm?glich mit diesem Knecht Georg identisch sein.

Den Familiennamen des Knechtes Georg erfahren wir aus dem B?rgerbuche, wo unter anderen neu aufgenommenen und vereideten B?rgern zum selben Tage, sabbato post Francisci 1524, aufgef?hrt ist:

>>Gorg Schlenck, Maler, dedit ... 2 fl. werung.<<

Es d?rfte sich daher wohl verlohnen, eine biographische Skizze dieses Mannes zu entwerfen.

Wir begegnen ihm zum ersten Male gelegentlich seiner Verheiratung mit Susanna. Sie hatte schon l?ngere Zeit in D?rers Hause als Magd gedient, muss aber bei der Eheschliessung noch jung gewesen sein, weil sie im Jahre 1520 noch als M?gdlein bezeichnet wird. Bei dem Ehepaar D?rer, das sich keiner Nachkommenschaft erfreute, wurde sie wie zur Familie geh?rig behandelt; sie machte 1520 und 1521 mit D?rer und seiner Frau Agnes die Reise in die Niederlande mit und wurde dort sogar zu Festlichkeiten mit eingeladen

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