Read Ebook: Ku Klux Klan Secrets Exposed Attitude toward Jews Catholics Foreigners and Masons. Fraudulent Methods Used. Atrocities Committed in Name of Order. by Cook Ezra A Ezra Asher
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Ebook has 182 lines and 26470 words, and 4 pages
Thomas Babington Macaulay's
Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten.
Aus dem Englischen.
Vollst?ndige und wohlfeilste ^Stereotyp-Ausgabe^.
Siebenter Band: enthaltend Kapitel 13 und 14.
Leipzig, 1856. G. H. Friedlein.
Dreizehntes Kapitel. Wilhelm und Marie.
Inhalt.
Seite Die Revolution in Schottland heftiger als in England 5 Wahlen f?r die Convention 6 Misshandlung des Episkopalklerus 6 Zustand von Edinburg 9 Die Frage einer Union zwischen England und Schottland in 9 Anregung gebracht Wunsch der englischen Niederkirchlichen, das Episkopat in 13 Schottland beizubehalten Ansichten Wilhelm's ?ber das kirchliche Regiment in Schottland 13 Comparative St?rke der religi?sen Parteien in Schottland 15 Schreiben von Wilhelm an die schottische Convention 16 Wilhelm's Instructionen f?r seine Agenten in Schottland 16 Die Dalrymple 16 Melville 18 Jakob's Agenten in Schottland: Dundee, Balcarras 19 Zusammentritt der Convention 21 Hamilton zum Pr?sidenten erw?hlt 22 Wahlausschuss 23 Das Schloss von Edinburg zur Uebergabe aufgefordert 23 Dundee von den Covenanters bedroht 24 Schreiben von Jakob an die Convention 25 Wirkung von Jakob's Schreiben 26 Dundee's Flucht 27 Tumultuarische Sitzung der St?nde 28 Ein Ausschuss zur Entwerfung eines Regierungsplanes ernannt 29 Vom Ausschuss vorgeschlagene Beschl?sse 31 Wilhelm und Marie proklamirt 32 Die Rechtsforderung 32 Abschaffung des Episkopats 32 Die Folter 33 Wilhelm und Marie nehmen die Krone Schottland's an 35 Unzufriedenheit der Covenanters 36 Ministerielle Einrichtungen in Schottland 37 Hamilton 37 Crawford 37 Die Dalrymple. -- Lockhart 38 Montgomery 38 Melville 38 Carstairs 39 Bildung des Clubs; Annandale, Ross 39 Hume 39 Fletcher von Saltoun 40 In den Hochlanden bricht Krieg aus 40 Zustand der Hochlande 40 Eigenth?mlicher Character des Jakobitismus in den Hochlanden 49 Eifersucht auf den Einfluss der Campbells 50 Die Stewarts und Macnaghtens 52 Die Macleans 53 Die Camerons; Lochiel 53 Die Macdonalds 55 Fehde zwischen den Macdonalds und den Mackintoshs. Inverness 56 Inverness wird von Macdonald von Keppoch bedroht 57 Dundee erscheint in Keppoch's Lager 58 Aufstand der den Campbells feindlichen Clans 60 Tarbet's Rath f?r die Regierung 61 Unentschiedener Feldzug in den Hochlanden 62 Milit?rischer Character der Hochl?nder 63 Zwistigkeiten in der hochl?ndischen Armee 67 Dundee sucht bei Jakob um Unterst?tzung nach 68 Unterbrechung des Kriegs in den Hochlanden 69 Bedenklichkeiten der Covenanters, f?r K?nig Wilhelm die Waffen 69 zu ergreifen Aushebung des Cameron'schen Regiments 70 Uebergabe des Schlosses von Edinburg 71 Parlamentssession in Edinburg 72 Einfluss des Clubs 72 Unruhen in Athol 74 Der Krieg bricht in den Hochlanden wieder aus 76 Dundee's Tod 81 Mackay's R?ckzug 82 Eindruck der Schlacht von Killiecrankie 83 Vertagung des schottischen Parlaments 83 Die hochl?ndische Armee verst?rkt 86 Gefecht bei St. Johnston's 87 Unordnung in der hochl?ndischen Armee 88 Mackay's Rath wird von den schottischen Ministern nicht 89 beachtet Die Camerons werden nach Dunkeld verlegt 89 Die Hochl?nder greifen das Regiment Cameron an 90 Aufl?sung der hochl?ndischen Armee 91 Intriguen des Clubs, Zustand des Niederlandes 91
Die Revolution in Schottland heftiger als in England.
Die Heftigkeit der Revolutionen steht gew?hnlich im Verh?ltnis mit der Schwere der Regierungss?nden, welche sie herbeigef?hrt haben. Es kann daher nicht Wunder nehmen, dass die Regierung von Schottland, welche seit vielen Jahren despotischer und verderbter gewesen war als die von England, mit einem weit heftigeren Sturze fiel. In England war die Bewegung gegen den letzten K?nig des Hauses Stuart conservativ, in Schottland war sie destructiv. Die Engl?nder beschwerten sich nicht ?ber das Gesetz, sondern ?ber die Verletzung des Gesetzes; sie erhoben sich gegen den ersten Beamten des Staats lediglich, um die Suprematie des Gesetzes zur Geltung zu bringen, und sie waren zum gr?ssten Theil treue Anh?nger der durch das Gesetz eingef?hrten Landeskirche. Selbst bei Anwendung des aussergew?hnlichen Heilmittels, zu welchem sie durch eine aussergew?hnliche Lage zu greifen gezwungen worden waren, wichen sie so wenig als m?glich von den durch das Gesetz vorgeschriebenen ordentlichen Formen ab. Die zu Westminster tagende Convention war, obwohl durch unregelm?ssige Ausschreiben einberufen, genau nach dem Muster eines regelm?ssigen Parlaments constituirt. Niemand wurde aufgefordert, einen Platz im Oberhause einzunehmen, dessen Berechtigung, darin zu sitzen, nicht klar war. Die Abgeordneten der Grafschaften und Burgflecken wurden durch die n?mlichen W?hler gew?hlt, welche berechtigt gewesen sein w?rden, die Mitglieder f?r ein unter dem grossen Siegel einberufenes Haus der Gemeinen zu w?hlen. Die Wahlrechtstitel des Vierzigschilling-Freisassen, des Steuern zahlenden Angesessenen, des P?chters, des Wahlb?rgers von London, des Magisters der freien Kr?fte in Oxford wurden respectirt. Die Gesinnung der Wahlk?rper wurde mit eben so wenig Zwang von Seiten des grossen Haufens und mit eben so wenig Arglist von Seiten der Wahlbeamten ausgeforscht, wie bei irgend einer allgemeinen Wahl der damaligen Zeit. Als endlich die St?nde zusammentraten, fanden ihre Verhandlungen in vollkommener Freiheit und genau nach den althergebrachten Formen statt. Nach Jakob's erster Flucht herrschte allerdings in London und in einigen Theilen des platten Landes eine beunruhigende Anarchie. Aber diese Anarchie dauerte nirgends l?nger als achtundvierzig Stunden. Von dem Tage, an welchem Wilhelm im St. Jamespalast ankam, hatten selbst die unpopul?rsten Agenten der gest?rzten Regierung, selbst die Diener der r?misch-katholischen Kirche, von der Wuth des P?bels nichts mehr zu f?rchten.
In Schottland war der Gang der Ereignisse ganz anders. Dort war das Gesetz selbst ein Gegenstand der Beschwerde und Jakob hatte sich durch ausdr?ckliche Anwendung desselben vielleicht mehr Unpopularit?t zugezogen als durch Verletzung desselben. Die gesetzlich eingef?hrte Landeskirche war die verhassteste Institution des ganzen Reichs. Die Tribunale hatten einige so emp?rende Urtheilsspr?che gef?llt und das Parlament einige so bedr?ckende Verordnungen erlassen, dass, wenn diese Urtheilsspr?che und diese Verordnungen nicht f?r ung?ltig erkl?rt wurden, nicht daran zu denken war, eine Convention zusammenzubringen, welche sich die ?ffentliche Achtung erzwang und der Ausdruck der ?ffentlichen Meinung war. Es stand zum Beispiel kaum zu erwarten, dass die Whigs in dieser Zeit ihrer Macht es sich ruhig gefallen lassen w?rden, ihr erbliches Oberhaupt, den Sohn eines M?rtyrers und Enkel eines M?rtyrers, von dem Parlamentshause, in welchem neun seiner Vorfahren als Earls von Argyle gesessen hatten, ausgeschlossen zu sehen, ausgeschlossen durch ein richterliches Erkenntniss, ?ber welches das ganze K?nigreich emp?rt war. Noch weniger liess sich erwarten, dass sie die Wahl der Vertreter von Grafschaften und St?dten den Vorschriften des bestehenden Gesetzes gem?ss vornehmen lassen w?rden. Denn nach dem bestehenden Gesetz konnte kein W?hler seine Stimme abgeben, ohne geschworen zu haben, dass er sich von dem Covenant lossage und in kirchlichen Angelegenheiten das Supremat des K?nigs anerkenne. Einen solchen Eid aber konnte kein strenger Presbyterianer leisten, und wenn derselbe verlangt worden w?re, so w?rden die Wahlk?rper nichts als kleine Gesellschaften von Pr?latisten gewesen sein, die Sorge f?r Sicherheitsmassregeln gegen Bedr?ckung w?re den Bedr?ckern ?berlassen geblieben, und die grosse Partei, die an der Durchf?hrung der Revolution den th?tigsten Antheil genommen, w?rde in einer aus der Revolution hervorgegangenen Versammlung nicht einen einzigen Vertreter gehabt haben.
Wilhelm sah ein, dass er nicht daran denken durfte, den Gesetzen Schottland's die strenge Achtung zu Theil werden zu lassen, die er kluger- und rechtschaffnerweise den Gesetzen England's erwiesen hatte. Es war durchaus notwendig, dass er Kraft seiner eignen Autorit?t bestimmte, wie die Convention, welche in Edinburg zusammentreten sollte, zu w?hlen sein w?rde, und dass er sich selbst die Befugniss ertheilte, einige Erkenntnisse und einige Gesetze zu annulliren. In Folge dessen entbot er mehrere Lords in das Parlament, die durch Urtheilsspr?che, welche die allgemeine Stimme laut als ungerecht verdammte, ihrer Ehrenstellen beraubt worden waren, und nahm es auf sich, die Verordnung zu ignoriren, welche den Presbyterianern das Wahlrecht entzog.
Wahlen f?r die Convention.
Die Folge davon war, dass die Wahl fast aller Grafschafts- und Burgfleckenvertreter auf Whigcandidaten fiel. Die geschlagene Partei beklagte sich laut ?ber unehrliches Spiel, ?ber die Rohheit des P?bels und ?ber die Parteilichkeit der pr?sidirenden Magistratspersonen, und diese Klagen waren in vielen F?llen wohlbegr?ndet. Unter Regenten wie Lauderdale und Dundee lernen die Nationen nicht Gerechtigkeit und M?ssigung.
Misshandlung des Episkopalklerus.
Das so lange und so streng niedergehaltene Volksgef?hl brach ?brigens nicht bei den Wahlen allein mit Heftigkeit hervor. Die K?pfe und H?nde der Whigm?rtyrer wurden von den Thoren Edinburg's herabgenommen, von zahlreichen Volkshaufen in Procession nach den Gottes?ckern getragen und mit feierlicher Ehrfurcht zur Erde bestattet. Es h?tte noch sein m?gen, wenn die ?ffentliche Begeisterung sich in keiner tadelnswertheren Form ge?ussert h?tte. Leider aber wurde in einem grossen Theile Schottland's der Klerus der Landeskirche gemisshandelt. Der Beginn dieses Unwesens war auf den Christmorgen festgesetzt, denn nichts ?rgerte die strengen Covenanters mehr als die Ehrfurcht, mit der der Pr?latist die alten Feiertage der Kirche heiligte. Dass diese Ehrfurcht bis zum L?cherlichen ?bertrieben werden kann, ist allerdings wahr. Ein Philosoph wird sich vielleicht zu der Ansicht hinneigen, dass das entgegengesetzte Extrem nicht minder l?cherlich sei und wird fragen, warum die Religion den Beistand von Glaubensgesellschaften zur?ckweisen soll, die es in jeder Nation giebt, welche civilisirt genug ist, um eine Zeitrechnung zu haben, und von denen die Erfahrung gezeigt hat, dass sie eine gewaltige und oft heilsame Wirkung aus?ben. Der Puritaner, der im im allgemeinen nur zu bereit war, Pr?cedenzf?llen und Analogien aus der Geschichte und Rechtswissenschaft der Juden zu folgen, w?rde im Alten Testament ganz eben so triftige Argumente f?r das Abhalten von Festtagen zu Ehren grosser Ereignisse, wie f?r die Ermordung von Bisch?fen und f?r die Verweigerung des Pardons gegen Gefangene gefunden haben. Von seinem Meister Calvin lernte er gewiss nicht, solche Festtage verabscheuen, denn in Folge der energischen Bem?hungen Calvin's wurde das Weihnachtsfest nach einer mehrj?hrigen Pause von den B?rgern von Genf wieder gefeiert. Allein in Schottland waren Calvinisten ans Licht getreten, die sich zu Calvin verhielten, wie Calvin zu Laud. Diesen starren Fanatikern war ein Feiertag ein Gegenstand des positiven Abscheus und Hasses. Sie fuhren noch lange fort, in ihren feierlichen Manifesten es zu den S?nden zu z?hlen, welche dereinst ein furchtbares Strafgericht ?ber das Land bringen w?rden, dass der Court of Session in der letzten Decemberwoche Ferien mache.
Am Weihnachtstage versammelten sich daher die Covenanters auf Verabredung bewaffnet auf verschiedenen Punkten der westlichen Grafschaften. Jede einzelne Schaar zog dann nach dem n?chsten Pfarrhause und pl?nderte den Keller und die Vorrathskammer des Geistlichen, welche zu dieser Zeit des Jahres wahrscheinlich besser gef?llt waren als sonst. Der Priester Baal's wurde geschm?ht und insultirt, zuweilen geschlagen, andere Male unter Wasser getaucht. Seine M?beln wurden aus dem Fenster geworfen, seine Frau und seine Kinder aus dem Hause in den Schnee getrieben. Dann wurde er auf den Marktplatz gef?hrt und eine Zeit lang zur Schau ausgestellt, wie ein Misseth?ter. Sein Priestergewand wurde ihm auf dem Leibe in St?cken zerrissen; hatte er ein Gebetbuch bei sich, so wurde es verbrannt, und endlich entliess man ihn mit der Weisung, nie wieder in dem Kirchspiele zu fungiren, wenn ihm sein Leben lieb sei. Nach solchergestalt vollbrachtem Reformationswerke verschlossen die Reformatoren die Kirche und nahmen die Schl?ssel mit sich. Um diesen Leuten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, muss man bekennen, dass sie in einem Grade unterdr?ckt worden waren, der ihre Gewaltth?tigkeit zwar nicht rechtfertigen, aber wenigstens entschuldigen kann, und dass sie, obgleich roh bis zur Brutalit?t, sich doch nie eines absichtlichen Verbrechens gegen Leib oder Leben ihrer Feinde schuldig machten.
Die Unordnung verbreitete sich rasch. In Ayrshire, Clydesdale, Nithisdale und Annandale erhielt jedes Kirchspiel einen Besuch von diesen ungest?men Zeloten. Ungef?hr zweihundert Curaten -- so nannte man die bisch?flichen Pfarrgeistlichen -- wurden vertrieben. Die gesetzteren Covenanters billigten zwar den Eifer ihrer aufr?hrerischen Br?der, f?rchteten aber, dass ein so ordnungswidriges Verfahren Aergerniss geben k?nnte, und erfuhren zu ihrem grossen Leidwesen, dass hier und da ein Achan die gute Sache gesch?ndet, indem er sich erniedrigt hatte, die Cananiter, die er nur hatte schlagen sollen, auszupl?ndern. Es wurde ein allgemeines Meeting von Geistlichen und Aeltesten ausgeschrieben, um solchen Excessen vorzubeugen. In diesem Meeting wurde beschlossen, dass in Zukunft die Vertreibung der protestantischen Geistlichen in ceremoni?serer Weise stattfinden sollte. Es wurde ein Benachrichtigungsformular aufgesetzt und jedem Curaten in den westlichen Niederlanden zugesandt, der noch nicht gemisshandelt ^^ worden war. Diese Benachrichtigung war nichts Andres als ein Drohbrief, der ihm befahl, sein Kirchspiel gutwillig zu verlassen, widrigenfalls er mit Gewalt aus demselben vertrieben werden w?rde.
Die schottischen Bisch?fe sendeten in grosser Angst den Dechant von Glasgow nach Westminster, um dort die Sache ihrer verfolgten Kirche zu f?hren. Die von den Covenanters ver?bten Gewaltth?tigkeiten erregten in hohem Grade den Unwillen Wilhelm's, der im S?den der Insel selbst Benedictiner und Franciscaner gegen Insulten und Beraubungen gesch?tzt hatte. Obgleich er aber auf Ersuchen einer grossen Anzahl schottischer Cavaliere und Gentlemen die aus?bende Verwaltung dieses K?nigreichs ?bernommen hatte, so standen ihm doch die Mittel nicht zu Gebote, die Ordnung daselbst aufrecht zu erhalten. Er hatte nicht ein einziges Regiment n?rdlich vom Tweed, ja ?berhaupt keine Truppen innerhalb vieler Meilen von diesem Flusse. Es w?re vergebens gewesen zu hoffen, dass blosse Worte eine Nation beruhigen w?rden, welche zu keiner Zeit leicht im Zaume zu halten gewesen und die jetzt von Hoffnungen und Rachegel?sten erf?llt war, wie grosse Revolutionen, welche auf heftige Bedr?ckungen folgen, sie ganz nat?rlich erzeugen m?ssen. Es wurde indessen eine Proklamation erlassen, welche anordnete, dass Jedermann die Waffen niederlegen und dass den Geistlichen der Staatskirche gestattet sein solle, unbehelligt auf ihren Pfarren zu bleiben, bis die Convention die Regierung festgestellt haben w?rde. Da aber diese Proklamation nicht durch Truppen unterst?tzt war, so wurde sie wenig beachtet. Den ersten Tag nach ihrem Erscheinen in Glasgow wurde die ehrw?rdige Kathedrale dieser Stadt, fast die einzige sch?ne Kirche aus dem Mittelalter, welche in Schottland sich unversehrt erhalten hat, von einem Haufen Presbyterianer aus den Versammlungsh?usern angegriffen, dem sich auch viele wildere Glaubensbr?der aus den Hochlanden angeschlossen hatten. Es war Sonntag; aber eine Versammlung von Pr?latisten zu misshandeln wurde als ein Werk der Nothwendigkeit und der Gnade betrachtet. Die And?chtigen wurden auseinandergetrieben, geschlagen und mit Schneeb?llen geworfen; ja es wurde sogar versichert, dass einige Verwundungen durch gef?hrlichere Waffen vorgekommen seien.
Zustand von Edinburg.
In Edinburg, dem Sitze der Regierung, war vollkommene Anarchie. Das Schloss, welches die ganze Stadt beherrschte, wurde durch den Herzog von Gordon noch immer f?r Jakob behauptet. Die grosse Masse des Volks bestand aus Whigs. Das Justizcollegium, ein grosser juristischer Verein, zusammengesetzt aus Richtern, Advokaten, Kanzleisekret?ren und Anw?lten, war die Veste des Toryismus, denn ein strenger Testeid hatte seit einigen Jahren die Presbyterianer von allen Zweigen des Juristenberufs ausgeschlossen. Die Juristen, einige hundert an Zahl, bildeten ein Infanteriebataillon und hielten eine Zeitlang die Menge wirksam nieder. Sie hatten jedoch soviel Achtung vor Wilhelm's Autorit?t, dass sie sich beim Erscheinen seiner Proklamation aufl?sten. Aber das von ihnen gegebene Beispiel des Gehorsams fand keine Nachahmung. Kaum hatten sie die Waffen niedergelegt, so fanden sich Covenanters aus dem Westen, welche alle Curaten in ihrer Gegend weidlich maltraitirt hatten, in Haufen von zehn bis zwanzig Mann in Edinburg ein, um die Convention zu besch?tzen oder auch, wenn es n?thig sein sollte, einzusch?chtern. Glasgow allein schickte vierhundert solcher Leute. Es konnte kaum einem Zweifel unterliegen, dass sie von einem hochangesehenen F?hrer geleitet wurden. Sie zeigten sich wenig ?ffentlich, aber es war bekannt, dass jeder Keller mit ihnen angef?llt war und es stand wohl zu bef?rchten, dass sie auf das erste Signal aus ihren H?hlen hervorkommen und bewaffnet das Parlament umgeben w?rden.
Die Frage einer Union zwischen England und Schottland in Anregung gebracht.
Man h?tte erwarten sollen, dass jeder patriotische und einsichtsvolle Schotte sehnlichst w?nschen werde, die Aufregung beschwichtigt und eine Regierung befestigt zu sehen, die im Stande war, das Eigenthum zu sch?tzen und dem Gesetze Ansehen zu verschaffen. Eine unvollkommene Organisation, welche rasch zu bewerkstelligen war, konnte in den Augen eines solchen Mannes wohl einer vollkommenen Organisation vorzuziehen sein, welche nur mit der Zeit m?glich war. Gerade in diesem Augenblicke jedoch warf eine an Zahl wie an Bef?higung starke Partei eine neue und hochwichtige Frage auf, welche nicht unwahrscheinlich das Interregnum bis zum Herbste hinziehen musste. Diese Partei verlangte, dass die St?nde Wilhelm und Marien nicht sogleich zum K?nig und zur K?nigin erkl?ren, sondern England einen Unionstractat vorschlagen und den Thron so lange vacant lassen sollten, bis ein solcher Vertrag unter vortheilhaften Bedingungen f?r Schottland abgeschlossen sein w?rde.
Es mag auffallend erscheinen, dass ein grosser Theil eines Volks, dessen oft in heroischer, zuweilen auch in komischer Gestalt sich ?ussernder Patriotismus spr?chwortlich geworden ist, sich so geneigt, ja sogar ungeduldig zeigte, eine Unabh?ngigkeit aufzugeben, welche Jahrhunderte lang ?ber Alles hoch gehalten und mannhaft vertheidigt worden war. Allein der hartn?ckige Muth, den die Waffen der Plantagenets und der Tudors nicht zu brechen vermocht, hatte angefangen, sich unter einer ganz andren Gewalt zu beugen. Zollh?user und Tarife bewirkten bald was das Blutbad von Falkirk und Halidon, von Flodden und Pinkie nicht hatten bewirken k?nnen. Schottland hatte einige Erfahrung in den Folgen einer Union. Es war vor beinahe vierzig Jahren mit England unter Bedingungen vereinigt gewesen, welche das von Siegesstolz aufgebl?hte England zu dictiren beliebte. Diese Union war in den Gem?thern des besiegten Volks mit den Begriffen Niederlage und Dem?thigung untrennbar verbunden. Und doch hatte selbst diese Union, so schmerzlich sie auch den Stolz der Schotten verwundet, ihren Aufschwung gef?rdert. Cromwell hatte mit einer zu seiner Zeit seltenen Einsicht und Liberalit?t die vollkommenste Handelsfreiheit zwischen dem dominirenden und dem untergebenen Lande hergestellt. So lange er regierte, hemmte kein Verbot, kein Zoll den Waarenverkehr zwischen irgend welchen Punkten der Insel. Seine Schifffahrtsgesetze legten dem Handel Schottland's keine Beschr?nkungen auf. Es stand einem schottischen Fahrzeuge frei, eine schottische Waarenladung nach Barbadoes zu bringen und Zucker von Barbadoes in den Hafen von London einzuf?hren. Deshalb war die Regentschaft des Protectors der Industrie und dem physischen Wohle des schottischen Volks f?rderlich gewesen. Obwohl es ihn hasste und verw?nschte, gedieh es doch unwillk?rlich unter ihm, und noch oft blickte es w?hrend der Verwaltung seiner legitimen F?rsten mit Sehnsucht zur?ck auf die goldenen Tage des Usurpators.
Die Restauration kam und ver?nderte Alles. Die Schotten erlangten ihre Unabh?ngigkeit wieder und ?berzeugten sich bald, dass die Unabh?ngigkeit ebensowohl ihre Unannehmlichkeiten hat wie ihre W?rde. Das englische Parlament behandelte sie als Fremdlinge und Nebenbuhler. Eine neue Navigationsacte stellte sie auf fast gleiche Stufe mit den Holl?ndern. Hohe und in einigen F?llen prohibitive Z?lle wurden auf die Erzeugnisse der schottischen Industrie gelegt. Es ist kein Wunder, dass eine ausnehmend betriebsame, kluge und unternehmende Nation, eine Nation, die, nachdem sie lange durch einen unfruchtbaren Boden und durch ein rauhes Klima in ihrer Entwickelung gehemmt worden war, eben jetzt trotz dieser Nachtheile zu prosperiren begann und die ihren Fortschritt pl?tzlich aufgehalten sah, sich f?r grausam behandelt erachtete. Doch es war nichts zu machen. Beschwerden waren vergebens und Repressalien unm?glich. H?tte der Souverain auch den Wunsch gehabt, so hatte er doch nicht die Macht, eine unparteiische Stellung zwischen seinem grossen und seinem kleinen K?nigreiche zu behaupten, zwischen dem K?nigreiche, aus dem er ein Jahreseinkommen von anderthalb Millionen, und dem K?nigreiche, aus dem er ein Jahreseinkommen von wenig mehr als sechzigtausend Pfund bezog. Er wagte es eben so wenig, einem den Handel Schottland's beeintr?chtigenden englischen Gesetz seine Genehmigung zu verweigern, als einem den Handel England's beeintr?chtigenden schottischen Gesetz seine Genehmigung zu ertheilen.
Die Klagen der Schotten waren indessen so laut, dass Karl im Jahre 1667 Commissare ernannte, welche die Bedingungen eines Handelstractats zwischen den beiden britischen K?nigreichen feststellen sollten. Die Conferenzen wurden bald abgebrochen, und Alles was sich w?hrend ihrer Dauer ereignete, bewies, dass es nur ein Mittel gab, durch welches Schottland einen Antheil an dem commerciellen Wohlstande erlangen konnte, dessen sich England damals erfreute. Die Schotten mussten ein Volk mit den Engl?ndern werden, das Parlament, das bisher in Edinburg getagt hatte, musste dem in Westminster tagenden Parlamente einverleibt werden. Dieses Opfer musste von einem tapferen und stolzen Volke, das seit zw?lf Generationen die s?dliche Oberherrschaft mit t?dtlichem Widerwillen betrachtet hatte und dem bei den Gedanken an den Tod Wallace's und an die Siege Bruce's noch immer das Herz schwoll, nothwendig mit tiefem Schmerze empfunden werden. Es gab allerdings viele allzustrenge Patrioten, die sich einer Union entschieden widersetzt haben w?rden, selbst wenn sie h?tten voraussehen k?nnen, dass eine solche Glasgow zu einer gr?sseren Stadt als Amsterdam machen und die ?den Lothians mit Feldern und W?ldern, mit netten Farmh?usern und stattlichen Schl?ssern bedecken w?rde. Aber es gab auch eine zahlreichere Klasse, welche nicht geneigt war, grosse und wesentliche Vortheile aufzugeben, um blosse Namen und Ceremonien zu behalten, und der Einfluss dieser Klasse war so m?chtig, dass im Jahre 1670 das schottische Parlament England directe Antr?ge machte. Der K?nig ?bernahm das Amt des Vermittlers und auf beiden Seiten wurden Bevollm?chtigte ernannt; aber es kam zu keinem Abschlusse.
Nachdem die Frage achtzehn Jahre lang geruht hatte, wurde sie pl?tzlich durch die Revolution wieder in Anregung gebracht. Verschiedene Klassen, durch verschiedene Beweggr?nde geleitet, trafen in diesem Punkte zusammen. Mit Kaufleuten, welche gern die Vortheile des westindischen Handels mitgeniessen wollten, verbanden sich th?tige und strebsame Politiker, welche ihre Talente auf einer hervorragenderen Schaub?hne als dem schottischen Parlamentshause zu entfalten und aus einer reicheren Quelle als dem schottischen Staatsschatze Reichth?mer zu sch?pfen w?nschten. Der Ruf nach Union wurde durch einige schlaue Jakobiten verst?rkt, welche nur Zwietracht und Aufschub herbeizuf?hren w?nschten und welche diesen Zweck zu erreichen hofften, indem sie in die schwierige Frage, deren L?sung die specielle Aufgabe der Convention war, eine noch schwierigere Frage mischten. Es ist wahrscheinlich, dass Einige, denen die ascetischen Sitten und die strenge Kirchenzucht der Presbyterianer nicht behagten, eine Union deshalb w?nschten, weil sie das einzige Mittel zur Aufrechthaltung der Pr?latur im n?rdlichen Theile der Insel war. In einem vereinigten Parlamente mussten die englischen Mitglieder bedeutend ?berwiegen, und in England wurden die Bisch?fe von der grossen Mehrzahl der Bev?lkerung hoch in Ehren gehalten. Die bisch?fliche Kirche, das war klar, ruhte auf einer schmalen Grundlage und musste bei dem ersten Angriffe fallen. Die bisch?fliche Kirche von Grossbritannien konnte eine hinreichend breite und feste Grundlage haben, um allen Angriffen zu widerstehen.
Ob es im Jahre 1689 m?glich gewesen w?re, eine staatliche Union ohne religi?se Union zu bewerkstelligen, darf wohl bezweifelt werden. Das aber kann keinem Zweifel unterliegen, dass eine religi?se Union eine der gr?ssten Calamit?ten gewesen sein w?rde, welche eines der beiden K?nigreiche treffen konnten.med. More than 200 persons were arrested within a few days. It is believed that the Ku-Klux Klan was practically overthrown by the middle of the following January.
THE NEW KU KLUX KLAN
Are you a citizen of the United States? If you are it is to your interest to inform yourself about the Ku-Klux Klan. As a citizen you are under the protection of the constitution of the United States. The Ku Klux Klan has set itself above the constitution. It has made laws of its own. Its members have inaugurated a reign of lawlessness that may drag you out of your bed at midnight and submit you to a coat of tar and feathers through the whims of some neighbor who does not like the country in which you were born, or who objects to your religion, your color, your opinions, your personal habits or anything else about you that does not suit his fancy.
The constitution guarantees that your house, your person and your papers and effects are free from unlawful search and seizure; that you cannot be deprived of life, liberty or property without due process of law, which law must be publicly enforced in God's sunshine by persons legally chosen; that when you are accused of any delinquency or crime you shall have a speedy, public trial before a judge and an impartial jury; that you may be a member of any religious denomination or sect with whom you may worship as you please; that you have the right of free speech; that you cannot be held in involuntary servitude except as a punishment for crime, for which you have been found guilty in a legal way; that you cannot be denied the right to vote on account of your color.
MASKED MEN DEFY CONSTITUTION
Masked riders of the night disagree with these guarantees of freedom. They break into your house under cover of darkness unlawfully seize your person and ride away with you, depriving you of liberty without due process of law. They accuse you of charges that may or may not be true, without giving you the opportunity of knowing the identity of your accusers, because they are masked. They try you without giving you a chance to defend yourself. They make themselves accuser, judge, jury and executioner. They deny that you have the right to worship God as you please. They deny your right to free speech, because they forbid you to criticise what they do.
The Ku Klux Klan clamps involuntary servitude on its own members by making them take oaths to uphold their leaders, even when they violate the constitution. It aims to place those whom it opposes under its heel. It openly defies the article of the constitution that guarantees race equality, by binding its members to put the black race under the supremacy of the white.
The American constitution says that if you were born abroad, but have become a naturalized citizen of the United States, you have as many rights here as though you were actually born here. The Ku Klux Klan is against the constitution on that point. The Ku Klux Klan wants to make the foreigner a serf.
MISTREAT WHITES AND BLACKS
Men and women, white and black--have been mistreated by masked men. The number of these attacks grows as the Klan increases in size. At present the Klan has branches in all states of the union except three--New Hampshire, Montana and Utah. In each state the law would be enforced by legal officials against any persons guilty of crime if public spirited citizens would make it their business to assist public officials to round up law breakers. The Klan, however, believes in its own method of punishment against those whom it opposes. It protects its own members and there is no case on record where a Klansman has been outraged. The Klan has one law for itself and another for its victims. The revelations of scandal among its leaders have not resulted in any movement on the part of its members to "clean house." Its motto seems to be "A Klansman can do no wrong." The lesson to be drawn from the revelations is that those in high places in the Klan have played on the gullibility of tens of thousands of otherwise sensible Americans. These leaders have become rich by dealing in the hocuspocus of mysticism, secret rites and high sounding phrases and by inflaming the passions of dupes by false stories involving religions and races.
In the south they have preached and conspired against the negroes. This hatred also has been carried into certain sections of large cities of the north where there are large negro populations. In some states they have played upon the feelings of those who might be drawn into the Klan by a crusade against Catholics. They have made use of counterfeit documents in secret bids for membership on this score. In cities like New York and Chicago, where the populations are largely Jewish, they have fanned the flames of religious hatred by propaganda against the Jews. Where foreign-born residents are living in large numbers the Klan has secretly intrigued against them. On the Pacific coast this propaganda is made against the Japanese; on the eastern seaboard it has been against persons born in European and Asiatic countries.
A GOLD MINE FOR PROMOTERS
Those who have investigated the Klan are convinced that its principal promoters are not inspired by a zeal for the welfare of the United States, but on the other hand they are certain that the promoters are in the Ku Klux Klan business to make money out of it; that they have profited by millions of dollars and that for this filthy money they have spread loose seeds of discontent and disorder that must be raked out of the body politic by the united action of all patriotic organizations and individuals. As far as its chief protagonists are concerned the Ku Klux is a huge money-making hoax--a gold mine. The poor dupes who have been "soaked" for regalia and dues will wake up some time and discover how they have been deluded and misled. In the meantime, however, it is the duty of every true American to inform himself about the Klan so that in whatever way may come to his lot he may counteract the terrible consequences of its teachings and practices.
HOW THE MODERN KU KLUX KLAN WAS ORGANIZED
William J. Simmons is the "Imperial Wizard" of the "Invisible Empire, Knights of the Ku Klux Klan." He organized the masked men on Thanksgiving night in 1915. Some of the organizers associated with him had belonged to the original Ku Klux Klan which rampaged in the southern states after the Civil War, killing hundreds of negroes and whites, and which was put out of business by President U.S. Grant after the states had failed to do so.
Simmons and thirty-four others secured a charter from the state of Georgia on December 4, 1915. It is signed by Philip Cook, who was then secretary of state of that commonwealth. Later, on July 1, 1916, a special charter was issued by the Supreme court of Fulton county, Ga. The granting of the charters followed the organization of the Klan which occurred with midnight ceremonies on the top of Stone mountain, near Atlanta, Thanksgiving night.
THAT COLD WINTER NIGHT
In referring to the first ceremonies, Simmons has written as follows in the official records of the Ku Klux:
"On Thanksgiving night, 1915, men were seen emerging from the shadows and gathering round the spring at the base of Stone mountain, the world's greatest rock, near Atlanta, Ga., and from thence repaired to the mountain top, and there under a blazing fiery cross they took the oath of allegiance to the Invisible Empire, Knights of the Ku Klux Klan.
"And thus on the mountain top that night at the midnight hour, while men braved the surging blasts of wild wintry mountain winds and endured a temperature far below freezing, bathed in the sacred glow of the fiery cross, the Invisible Empire was called from its slumber of half a century to take up a new task and fulfill a new mission for humanity's good, and to call back to mortal habitation the good angel of practical fraternity among men."
It will be noticed that Simmons refers to "a temperature far below freezing." The official weather reports of the region for that night show that the temperature was thirty degrees above the freezing point.
From this joining of forces Simmons, Clarke and Mrs. Tyler have become rich. The Klan has extended its membership to all except three states and it claims that 500,000 to 700,000 Klansmen are in its ranks. Clarke is the "Imperial Kleagle," or boss salesman of memberships. Mrs. Tyler is Grand Chief of Staff in charge of the woman's division of the Klan.
WHAT POLICE RECORDS SHOW
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