Read Ebook: A vuela pluma: colección de artículos literarios y políticos by Valera Juan
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DER TABAK
VON
C. J. KONING.
DER TABAK
Studien ?ber seine Kultur und Biologie
VON
C. J. KONING.
AMSTERDAM, LEIPZIG, J. H. & G. VAN HETEREN. WILHELM ENGELMANN.
Professor der Hygiene und Bacteriologie an der Universit?t Strassburg, Correspondierendem Mitglied der Kgl. Academie der Wissenschaften zu Amsterdam, u. s. w.,
gewidmet.
Bussum, November 1899.
C. J. KONING.
DER TABAK
VON
C. J. KONING.
~Hanausek~ erw?hnt im Anschluss an das von ~Suchsland~ vorgeschlagene verbesserte Tabaksg?hrungsverfahren durch reingez?chtete Bakterien, dass nach ~Semmler~ in Cuba einige besch?digte Tabakbl?tter von untadelhaftem Aroma in Wasser zum Faulen gebracht werden und dieses Wasser zum Besprengen des ausgegohrenen Tabaks gebraucht wird, wodurch das Aroma verbessert werden soll.
~Koch's~ Jahresbericht ?ber die Fortschritte in der Lehre von den G?hrungsorganismen 1892.
Vor mehr als zwei Jahren lenkte Professor ~Forster~ in Amsterdam meine Aufmerksamkeit auf die Untersuchung der G?hrung des Tabaks. Die Vermutung lag nahe, dass entweder die Hefen, oder die Bakterien bei der G?hrung eine Funktion aus?bten . Die Proben sind also von mir in der Richtung hin genommen worden, dass ich in erster Linie ungebr?hten Tabak im Laboratorium k?nstlich zum G?hren brachte, um sp?ter die nat?rliche G?hrung mit dem erhaltenen Resultate vergleichen zu k?nnen. Ich habe, durch verschiedene Umst?nde dazu gebracht, die Untersuchung ausgedehnt und sowohl den anatomischen Bau der Pflanze, besonders des Blattes, als die D?ngung und die chemische Zusammensetzung des lebenden, des sterbenden und des toten Gewebes untersucht. Dann habe ich die G?hrung und die dabei hervortretenden Erscheinungen genau betrachtet und schliesslich die Krankheiten, welche sich am meisten bei den Pflanzen zeigen, studiert.
Ehe ich diese Gegenst?nde zu beschreiben anfange, spreche ich zuerst Herrn Professor ~Forster~, jetzt in Strassburg, meinen Dank aus, der mir zum Anstellen der Versuche seinen Rath und sein Laboratorium zur Verf?gung stellte, dann den Herren ~Herschel~ in Amersfoort und ~de Hartog~ in Wageningen, die mir den nichtfermentierten Tabak zusandten und mir Gelegenheit gaben, ?fters die g?hrenden Haufen Tabak in Wageningen zu untersuchen und mich dadurch in den Stand setzten, die Kulturen zu den bakteriologischen Untersuchungen an Ort und Stelle anlegen zu k?nnen, dem Herrn ~N. v. Os~ in Amerongen f?r seine Bereitwilligkeit, mir die lebenden, toten und kranken Pflanzen zuzuschicken und f?r seine vielen wichtigen Mitteilungen bei meinem wiederholten Besuche in den Tabaksfeldern. Allen meinen Dank f?r ihre H?lfe und Freundlichkeit, deren ich mich stets erfreut habe.
In den Tabaksbl?ttern zeigt sich das bekannte fl?ssige Alcaloid Nicotin, gebunden an Apfels?ure und zwar in wechselnden Quantit?ten von 0,7-5%, abh?ngig vom Alter der Pflanze und den verschiedenen Witterungsverh?ltnissen. Die sch?nen Untersuchungen von ~Ladenburg~, ~Hoffmann~ und ~Pinner~ liessen das Nicotin als ein Derivat von Pyridin erkennen. Die chemische Structur dieses kr?ftig wirkenden Giftes ist bekannt geworden und daher die Synthese m?glich.
Handel und Anwendung.
Ein jeder, welcher die Gegend um Wageningen, Elst und Amerongen, von Amersfoort und Nijkerk, die D?rfer in der Betuwe und in Maaswaal besucht und dort durch die Tabaksfelder geht, wird den Eindruck bekommen, dass die Tabakskultur hier im Lande noch eine grosse Ausdehnung hat. Besonders fiel mir ?berall die aussergew?hnliche Sorgfalt auf, welche auf die Kultur, auf die Ernte, auf das Trocknen und auf die Br?hung verwendet wurde. Es m?ge den holl?ndischen Tabakspflanzern ein erfreuliches Zeichen sein, dass diese wirklich grosse Kultur und dieser grosse Handel in den letzten zwei Jahren wiederum Fortschritte machen. Ehemals brachte der getrocknete, noch nicht fermentierte Tabak 25 Gulden per 100 Pfund ein, in den schlechten Jahren , als viele Z?chter die Kultur einstellten, 7-12 Gulden, und jetzt wieder 17-20 Gulden.
Man unterscheidet im Handel:
Die Durchschnittsernte ist gew?hnlich 2 ? 3 Millionen Pfund.
Von unserm holl?ndischen Tabak geht 7/8 der Ernte nach Deutschland, Belgien, ?sterreich, Italien, Schweden, Norwegen und England; 1/8 bleibt im Lande zu verschiedenen Zwecken als Kerbtabak und Deckblatt.
Der Schnupf- und Kautabak wird haupts?chlich geliefert von Amerongen, Nijkerk, Wageningen, Rhenen und Umgegend; es ist >>Bestgut<< und wird zum gr?ssten Teil nach England, Belgien, Italien und Deutschland versandt, w?hrend das >>Erdgut<< nach ?sterreich, Frankreich und auch nach Italien und Deutschland geht.
Das Blatt aus Nijkerk ist, wie man es nennt >>?ppiger<<; es ist elastischer und >>piepst<<, wenn man es mit den Fingern spannt. Es sieht auch fetter und dicker aus und eignet sich daher besser zum schweren Kautabak und zum Schnupftabak. Die Betuwe liefert mit ihrem schweren Lehmboden immer den besten Cigarrentabak, der deshalb mit 2 Gulden per 100 Pfund mehr bezahlt wird. Der Tabak von Valburg jedoch mit seinem hellgef?rbten Blatt zeichnet sich vor allen andern aus und ist sogar 8 Gulden per 100 Pfund mehr wert.--Der Tabak, der nach Schweden, Norwegen, D?nemark und Deutschland >>ungebr?ht<< versandt wird, kommt aus Valburg und Bemmel und zum kleinen Teil von Maaswaal. Er wird im getrockneten Zustande, >>kalt gebr?ht<<, wie man es nennt, also ohne der Fermentation ausgesetzt gewesen zu sein, sofort gebraucht. Dieser Tabak hat eine helle, goldgelbe Farbe. Der Schnupf- und Kautabak hat ein dickes Blatt; schon mit der Hand kann man bei gleich grossen B?scheln den Gewichtsunterschied von dem Cigarrentabak deutlich herausf?hlen .
Um die hohen Zollabgaben in England, Deutschland und Belgien zu umgehen, wird die Mittelnarbe aus den Bl?ttern herausgenommen, die Blatth?lften auf einander gelegt und in zierliche B?schel gebunden. Den gleichen Erfolg erh?lt man, wenn man den Tabak >>ausd?mpft<< d. h. das Gewicht vermindert, indem man den Wassergehalt verringert. Auf diese Weise ist es m?glich, 50 kg auf ein Gewicht von 35 herabzudr?cken. Ich meine, dass die englische Regierung eine bestimmte Grenze gezogen hat, und dass der Tabak also nicht so trocken ged?mpft werden darf, wie man dies fr?her that.
Der Einfluss ausl?ndischer Ernten kann hier durch die ?nderung des Preises zu Tage treten. Wenn das Ausland eine Missernte oder weniger gute Ernte hat, so steigen die Preise hier und umgekehrt.
Die Zeit f?r den Verkauf ihres Tabaks kann von den Z?chtern selbst bestimmt werden; der Grosshandel bezieht die getrockneten Bl?tter von ihnen, wenn die Preise annehmbar sind.
Dieser Handel beruht haupts?chlich bei den Herren ~Herschel~ in Amersfoort, ~de Hartog~, ~de Voogt~ und ~Koch~ in Wageningen, ~Frowein~ in Arnheim und ~de Block~ und C^o. in Amsterdam, nebst einigen Spekulanten in Maaswaal.
D?ngung.
Das Klima, der Boden, die D?ngung, die Trocknungsweise der Bl?tter und die Fermentation ?ben einen grossen Einfluss auf die so sehr erw?nschte gute Qualit?t der Tabaksbl?tter aus. Es ist also nicht m?glich, alle diese Bedingungen k?nstlich hervorzurufen oder zu beeinflussen.
Eine gute Ernte ist sehr abh?ngig von den Witterungsverh?ltnissen. Ein einziger Hagelschauer kann in einigen Minuten ein zu Felde stehendes Gew?chs fast vernichten, w?hrend auf der anderen Seite eine Krankheit unter den Pflanzen bisweilen zahlreiche Opfer heischt. Auch beim Tabak findet ein Wechsel im Anbau statt; wozu die Leguminosen gew?hlt werden. Durch die eingehenden Untersuchungen von ~Hellriegel~, ~Nobbe~ und ~Hiltner~ ist dieser Wechsel studiert und erkl?rt worden. Die Pflanze, die im Allgemeinen viel Stickstoff zum Aufbau des Eiweisses bedarf, erh?lt diesen Stickstoff aus dem Boden und der zugef?hrten Nahrung. Wenn ein und dasselbe Gew?chs w?hrend einiger Jahre auf einem Acker gezogen wird, so wird dieser Acker ungeachtet der D?ngung stets ?rmer an der gew?nschten Nahrung f?r die Pflanze werden. Durch die Abwechslung in der Anpflanzung, die man nicht erkl?ren konnte, wurde diesem ?bel einigermassen abgeholfen. Man findet in den Leguminosen Pflanzen, die den Acker f?r das n?chste Jahr verbessern. Jetzt hat sich herausgestellt, dass die kleinen Wurzelkn?llchen jener H?lsenfr?chte eine sehr wichtige Funktion bei der Assimilation des Stickstoffs aus?ben. Die Besprechung des h?chst interessanten Baues jener kleinen Knollen, sowohl als die Entwicklung der Bakterien, welche da hinein dringen, das Gewebe angreifen und dieses umbilden, w?rde zu weit f?hren.
Jedoch sei darauf hingewiesen, dass bestimmte Arten von Bakterien durch die Wurzelhaare oder Verletzungen in die Wurzeln hineindringen, sich stark vermehren und ein neues Pflanzengewebe hervorbringen, welches sich in knollenartigen Verdickungen zeigt. Die Wirkung dieser kleinen Knollen f?ngt erst dann an, wenn die aufl?sbaren Stickstoffverbindungen aus dem Boden verbraucht sind.
Vergleichende Proben, mit diesen Kulturen genommen, zeigen in der That den grossen Unterschied in der Entwicklung und in dem Wachstum der Pflanze auf einem Acker mit solchen Reinkulturen ged?ngt, und dem gleichen Acker, welcher im nat?rlichen Zustande geblieben ist.
Jeder Z?chter ist davon ?berzeugt, dass die Anwendung einer bestimmten Art D?nger f?r ein bestimmtes Gew?chs die Ernte bedeutend verbessern kann. Das schwierige Problem, welcher D?nger in unserm Lande f?r unsern Tabak verwendet werden muss, ist zwar noch nicht ganz gel?st, doch ist ein Fortschritt in der Kulturweise der Pflanzen schon zu bemerken, dank der Sorgfalt, die viele Pflanzer ihrem Gew?chse widmen. Die Anweisung t?chtiger wissenschaftlich gebildeter Agronomen, Chemiker, und in der letzten Zeit Bakteriologen ist von h?chster Wichtigkeit, um Versuche nach einer bestimmten Richtung hin anzustellen.
Die Erfahrung lehrt, dass ein hoher Gehalt an Chlors?ure die Brennbarkeit des Tabaksblattes nicht f?rdert, sondern sie stark verringert. Ebenso wie in Ostindien hat man auch hier die Erfahrung gemacht, dass derselbe Boden nicht jedes Jahr ein gleich gut brennendes Produkt liefert .
Viele aufmerksame Pflanzer meinen, ein t?chtig beregneter Tabak liefere meistens ein besser brennbares Produkt. In der Asche gut brennbaren Tabaks findet sich viel kohlensaures Kali, in derjenigen des schlecht brennbaren sehr wenig von diesem Salze; dahingegen viel schwefelsaures Kali und Chlorkalium. Das kohlensaure Kali ist in diesem Zustande nicht im Blatte anwesend, sondern entsteht beim Verbrennen aus Apfels?ure, Citronens?ure und oxalsaurem Kalium. Die sehr verbreitete Meinung, dass der Salpeter die Brennbarkeit vermehre, ist nicht ganz richtig. Denn Algier liefert Tabaksarten, welche viel Salpeter enthalten und doch schlecht brennen. Dagegen bestehen andere Arten, welche keinen Salpeter enthalten und doch gut brennen.
Man hat Recht, wenn man Zusammenhang sucht zwischen der Brennbarkeit und dem Vorhandensein von organischen Salzen, und dies kann man erkl?ren und beweisen. Unbrennbarer Tabak, welcher durch eine Aufl?sung eines organischen Kalisalzes gezogen und nachher getrocknet wird, ist durch diese Behandlung wirklich brennbar geworden. Macht man die n?mliche Probe mit gut brennbarem Tabak und einem anorganischen, einem Magnesium- oder Kalk-Salze, so ergiebt sich, dass die Brennbarkeit gewichen ist. Die Asche wird in diesem Falle kein kohlensaures Kali enthalten, das wohl nach dem ersten Experimente gefunden wurde. Der Tabak erheischt Kalium, viel Kalium, und damit jene Salze in die Pflanze aufgenommen oder in ihr gebildet werden, muss man die Chlorverbindung vermeiden. Die kohlensauren-, salpetersauren und schwefelsauren Salze des Kalium dahingegen werden von den organischen S?uren analysiert. Allj?hrlich werden von unsern Z?chtern Tausende von Gulden auf die D?ngung ihrer Felder verwendet. Die Tabakspflanze braucht eine kr?ftige Nahrung, wodurch sie zu gleicher Zeit eine gewisse Immunit?t den fungischen Sporen gegen?ber erh?lt.
Es ist sehr beachtenswert, dass die Pilzarten im Tabak, welcher in unfruchtbaren Boden gepflanzt war, welcher also wenig ged?ngt wurde, sich sp?ter gerne in der Pflanze entwickeln. Der schlechte finanzielle Zustand des Pflanzers ist indirekt Ursache davon. Allgemein kann man bei sorgf?ltiger Behandlung des Tabaks annehmen, dass ein Hektar von Boden, welcher schon in Kultur genommen ist, 35000 kg. Schafsmist braucht, mit einem Durchschnittswert von 350 Gulden Die Experimente mit der Tabakskultur in Zeeland haben bis jetzt nicht den erw?nschten Erfolg gehabt. Der hohe Gehalt des Meeresthons an Chloriden ist h?chst wahrscheinlich Ursache davon. Im Zusammenhang mit dem dortigen Futter der Schafe ist auch der Mist dieser Tiere weniger wert als derjenige, welcher aus der Provinz Utrecht und S?d-Holland angef?hrt wird. Im grossen Ganzen ist die D?ngung unsrer Tabaksfelder noch sehr verschieden. Einen sehr guten Erfolg erzielt man durch Anwendung von 45000 kg. Schafsmist und 500 kg. Chilisalpeter- Superphosphat per Hektar. Gleich g?nstig wirkt eine D?ngung mit 45000 kg. Schafsmist und 350 kg. gemalenem Peruguano.
In der letzten Zeit ist die Aufmerksamkeit auf die Torfstreu gelenkt worden, welche aus den Pferdest?llen herstammt. Sie zeichnet sich vor allen anderen tierischen D?ngstoffen dadurch aus, dass mit ihr der Boden por?s bleibt und deshalb mehr Feuchtigkeit festh?lt als bei einer D?ngung mit Kuhmist.
Ein mir bekannter Z?chter, der eine Reihe von Jahren Versuche mit verschiedenen D?ngstoffen machte, einzeln und gemischt, hat es jetzt so weit gebracht, dass ein f?r Holland sehr gutes Produkt erzielt wird, zu gleicher Zeit noch mit dem Vorteile, dass die Kosten f?r D?ngung bedeutend geringer sind.
Einige Z?chter gebrauchen nebst Schafs- oder Kuhmist noch Taubenmist auf ihren Feldern und zwar 20 bis 30 h.l. per h.a. Die Erfahrung lehrt, dass so der Tabak kr?ftiger ist, schwerer wiegt und mehr Glanz besitzt. Ein gleiches Resultat wird hervorgebracht mit dem viel billigeren Peruguano.
Alle 4 bis 5 Jahre werden auf dem Felde Leguminosen gezogen und noch nachher im n?mlichen Jahre weisse R?ben, auch wohl Futterm?hren. In diesem Falle wird im Monat M?rz der M?hrensamen zu gleicher Zeit mit Erbsen ausges?t, die R?ben hingegen erst Ende Juli, nachdem die Erbsen eingeerntet sind. Im darauffolgenden Jahre w?chst auf solchem Acker die Tabakspflanze ?ppiger, tr?gt ein d?nneres, sch?neres Blatt, das besser brennt, doch weniger Gewicht hat bei gleicher D?ngung als auf anderem Boden. Wir sehen hier nochmals die kr?ftige Nachwirkung der Leguminosen, das Resultat des Wechselbaues.
Allgemein wird bemerkt, dass ein warmer, trockner Sommer ein dickeres, schwerer brennbares Blatt liefert, ein feuchter regnerischer Sommer ein d?nneres, besser brennbares Blatt. ~Nessler~ suchte die Erkl?rung daf?r in der verschiedenen Absorptionsf?higkeit des Bodens dem Chlor und Kalium gegen?ber, wonach in trocknen Sommern besonders die Chlorsalze mit dem Grundwasser aufsteigen sollten, indem diese in nassen Sommern hinweggesp?lt w?rden. Wie dem auch sei, es scheint mir, dass der anatomische Bau des Blattes einen nicht unbedeutenden Anteil an der Brennbarkeit hat. Ein Tabaksfeld in der N?he von Amerongen war zum Teil gelegen an einer mit schweren Buchen bewachsenen Allee; dieser Teil wurde fast den ganzen Tag beschattet, war also feuchter als der von der Sonne beschienene. Die Pflanzen im Schatten waren h?her und mit gr?sseren Bl?ttern versehen.
Die mikroskopischen Untersuchungen zeigen in der That, dass die Struktur der Bl?tter feiner ist, und dass besonders das Schwammparenchym mit gr?sseren Luftgef?ssen versehen ist als dasselbe Gewebe der von der Sonne beschienenen Bl?tter. Ebenso, jedoch in schw?cherem Grade, kennzeichneten sich die Bl?tter der Pflanzen, welche durch den Schatten der Trockenscheunen nach 1 Uhr Nachmittags keine Sonne mehr bekamen. Im Anschluss hieran lehrten mich die Versuche, dass ein Blattteil ohne Hauptrippen einer beschatteten Pflanze weniger wog als ein ebensogrosser Teil von einem besonnten Blatte. Als Durchschnittswert bei frischen Blattteilen fand ich f?r die im Schatten wachsenden Pflanzen, bei einer Oberfl?che von 23 cm^2, 0.530 Gramm, f?r die im Sonnenlicht wachsenden Pflanzen 0.650 Gramm, also im Verh?ltnis von 100 zu 122.
Zugleicherzeit muss hier die Bemerkung gemacht werden, dass Pflanzen, welche im Schatten wachsen, im grossen Ganzen ein besser brennbares Blatt liefern.
Aus diesen Betrachtungen erhellt die Macht der D?ngung und der Einfluss des Lichtes auf den anatomischen Bau des Blattes.
Kultur
Die Kiste oder das Mistbeet, wovon der Glasrahmen mit ge?ltem Papier verklebt ist, wird jetzt derartig behandelt, dass der Pferdemist etwa 1 cm., der Taubenmist dahingegen etwa 3 ? 4 cm. unter den Boden zu liegen kommt. Nachher wird das Mistbeet triefnass gemacht, und der Samen mit Sand vermischt dar?ber gestreut. Die ersten 10 Tage braucht es nicht begossen zu werden. Etwa am 15-30 Mai sind die Pfl?nzchen so gross, dass die besten ausgesucht und gepflanzt werden k?nnen. Dies geschieht auf dem schon schwer ged?ngten Land und zwar so, dass zwei Reihen der Pfl?nzchen auf einen einigermassen erh?hten Erdr?cken gestellt werden.
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